
Die Kirchenburg von Hamruden hat ihre Ursprünge in einer spätromanischen Kirche, die gegen Ende des 13. Jahrhunderts erbaut wurde und im Zuge der Wehrhaftmachung um 1500 mit einem der mächtigsten Wehrtürme Siebenbürgens über dem ehemaligen Chor ausgestattet wurde.
Dieser achteckige Bergfried erhebt sich in acht Geschossen und markiert das Bauwerk weithin sichtbar als Verteidigungsbau und sakrale Mitte der Dorfgemeinschaft. Im Zuge der Befestigungsphase wurde der Chor vom Langhaus getrennt und die kleinere Westturmanlage mit zwei zusätzlichen Ringmauern gesichert, wobei die innere Mauer vier Ecktürme aufweist. 1784 erweiterte man das Kirchenschiff umfassend, wie durch den Anbau eines südlichen Chores. Besonders bemerkenswert sind die Fragmentreste mittelalterlicher Wandmalereien im ehemaligen Chorraum, die Darstellungen aus verschiedenen Epochen – von etwa 1270 bis ins späte Mittelalter – zeigen und zu den ältesten erhaltenen Malereien in der Region zählen (diese sind nicht öffentlich zugänglich). Informationen finden sich an der Burgpforte.
Kontakt: Fr. Elisabeta Marton +40 738 542 604 (im gegenüberliegenden Pfarrhaus)
Öffnungszeiten Kirchenburg: Besichtigung nach vorheriger Anmeldung möglich